Leitern, Tritte und Kleingerüste zählen zu den prüfpflichtigen Arbeitsmitteln

Leitern werden mit vielfachen Ausführungen im gewerblichen wie im privaten Bereich als Aufstiegshilfe oder als Behelfsarbeitsplatz eingesetzt. Dabei werden Gefährdungen bei der Benutzung oft unterschätzt. Kleingerüste müssen nach Herstellervorschrift aufgebaut und eingesetzt werden.

 

Die Berufsgenossenschaften registrieren jährlich mehr als 15.000 meldepflichtige Arbeitsunfälle in Verbindung mit der Benutzung von Leitern, Tritten und Kleingerüsten. Die Ursachen sind vielfältig: Verwendung von defekten oder nicht für den Einsatzzweck geeigneten Leitern, falsches Verhalten seitens der Benutzer und vieles mehr.

 

Neue Norm für Leitern DIN/EN 131 ab 2018

Hier geht es vor allem um die Verbesserung der Standfestigkeit bei Leitern ab einer Länge von 3 Metern durch entsprechende Quertraversen. Diese lassen sich bei vorhandenen Leitern auch nachrüsten. Zudem sind die Prüfvorschriften für die Hersteller geändert worden. Weiterhin wird nun zwischen Leitern für den privaten und den gewerblichen Bereich unterschieden.

Für den Einsatz im Unternehmen gilt:

  • Verwendung von geeigneten, geprüften und auf den Einsatzzweck abgestimmten Leitern
  • nur Leitern für den gewerblichen Bereich einsetzen
  • qualifizierte Unterweisung der Mitarbeiter zu diesem Thema
  • Aufnahme dieses Themas in die betriebliche Gefährdungsbeurteilung
  • Link BGHM

Für die prüfende Person gilt:

Sachkunde nach Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV § 2 Abs. 6) und dem Arbeitsschutzgesetz (ArbschG § 7).

Die Überprüfung erfolgt in der Regel im jährlichen Rhythmus. Schadhafte Leitern und Kleingerüste dürfen erst nach Instandsetzung wieder benutzt werden.

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